Zahnmedizin

Wussten Sie schon?

Pferdezähne schieben im Jahr ca. 2–3 mm nach. Das entspricht in etwa der Abriebrate der Zähne, vorausgesetzt das Pferd erhält grobfaseriges Futter wie Gras und Heu.
Bei der Gabe von Futterkonzentraten (z. B. Pellets) fehlt der natürliche Abrieb, und zusätzlich wird die seitliche Kautätigkeit beeinträchtigt. Dadurch können Längenunterschiede und scharfe Zahnhaken der Zähne entstehen.
Eine individuelle, regemäßige Kontrolle der Zähne ist daher mindestens einmal im Jahr sinnvoll.
Im Zahnwechsel des Pferdes, also zwischen dem 2. und 5. Lebensjahr, sowie bei Durchbruch der Hengstzähne wird zur halbjährliche Zahnkontrolle geraten.
Fehlstellungen der Zähne können im jungen Alter des Pferdes besser behandelt werden.
Die Zahn- und Kieferstellung wirkt sich auch auf die Wirbelsäule bis zum Iliosakralgelenk aus, sodass bei Zahn- und Kieferproblemen häufig auch Rücken- und Rittigkeitsprobleme auftreten.
Pferdezahn

Anzeichen für mögliche Zahnprobleme sind:

  • Änderungen im Fressverhalten
  • Wickelkauen
  • Herausfallen von Kraftfutter
  • verzögerte Futteraufnahme
  • Inappetenz / Anorexie
  • Änderungen im Trinkverhalten
  • Rittigkeitsprobleme

Eine Pferdezahnbehandlung umfasst folgende Schritte:

  • Allgemeine Untersuchung
  • Anamneseerhebung / Vorbericht / Beratung
  • Schonende Behandlung nur unter Sedation des Tieres
  • Auflage des Kopfes des Pferdes auf einen individuell anpassbaren Kopfständer
  • Behandlung der Zähne
    • Backenzähne
    • Schneidezähne, ggf. Hengstzähne
    • maschinelle und manuelle Behandlung
    • Zahnsteinentfernung
    • ggf. Extraktion schadhafter Zähne oder Wolfszähne

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